Realschule plus und FOS Kaisersesch: Schüler blicken ins All

Im Rahmen einer Projektarbeit ließen die Schüler der Technik-AG gemeinsam mit ihrem Leh-rer Thomas Schmitz einen Wetterballon in die Stratosphäre starten, der mit Kameras und Messinstrumenten bestückt war.

Beobachtet wurde der Start von hunderten von Schülerinnen und Schüler und Lehrern sowie Pressevertretern. Diesem Tag fieberten die Schülerinnen und Schüler seit Monaten entgegen, denn sie bereiteten sich umfassend vor. Lehrer Thomas Schmitz vor dem Start: "Wir haben seit Beginn des Schuljahres an dem Projekt, dem Wetterballon, gearbeitet. Es ist sehr spannend heute zu sehen, dass es funktioniert hat, und der Ballon steigt."

Nach dem Start verfolgten die Schüler nun mit ihren Handys den Weg des Ballons und hofften, dass sie ihn nach der Lan-dung gegen Abend wiederfinden. Dafür hatten die Schüler umfangreiche Technik verbaut, wie der 13-jährige Louis Geiermann berichtete: "Es sind zwei GPS-Tracker verbaut, einer von D1 und einer von D2. Wir können dadurch sehen, wo sich der Ballon befindet und in welcher Höhe." Und wo der Ballon herunterkommen soll, nachdem er in etwa 40.000 Meter Höhe ex-plodiert - also dreimal so hoch wie Verkehrsflugzeuge fliegen - und an einem Fallschirm zu Boden gleitet, hatten die Schüler auch schon berechnet, wie Schüler Felix Lescher (13) erklär-te: "Nach unserer Berechnung müsste der Ballon etwa bei Göttingen mit dem Fallschirm lan-den. Wir fahren dann mit den Autos dahin und holen ihn ab." Und wie fühlten sich die Schülerinnen und Schüler nach dem geglückten Start? Samuel Phillipsen (12) erzählte: "Es ist ein gutes Gefühl, dass das ganze Projekt geklappt hat. Wir sind happy." Für Schulleiter Hans-Jürgen Schmitz ist das Projekt ein voller Erfolg. Denn es verbindet die sogenannten "MINT-Fächer", also die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, mit dem Spaß und der Experimentierfreudigkeit der Schüler. "Wir sind froh, dass wir Gelegenheiten haben, die Schüler für Technik zu begeistern. Ich denke, dieses Projekt ist geradezu prädesti-niert dafür, dass wir hier etwa ganz besonders machen können, was auch den Schülern Spaß macht. Das alles wurde in der Freizeit in einer Nachmittags-AG geschaffen, das ist schon an-erkennungswürdig."

Dass das ganze Projekt auch durchgeführt werden konnte, dafür mussten die Schüler einen Sponsor gewinnen. Der war mit der heimischen Firma "Wi-Solar" aber schnell gefunden. Nach Meinung von Geschäftsführer Andre Steffens war für ihn sofort klar, dass sein Unternehmen diese außergewöhnliche Ballon-Mission finanziell unterstützt. "Wir als W-Solar unterstützen solche Projekte sehr gerne, da wir wollen, dass die Kinder und Jugendli-chen sich an neuer Technik beteiligen beziehungsweise informieren und dann zukünftig viel-leicht einen Beruf im Technikbereich erlernen".


Siehe Video: https://youtu.be/Fq7eMOWU6OQ
Quelle: Wochenspiegellive
Am Abend kam dann die frohe Botschaft. Der Suchtrupp konnte die Sonde in der Nähe von Bitterfeld auf freiem Feld bergen. Jetzt sind alle auf die Auswertung der Messdaten und des Bildmaterials gespannt.
Info unter: rsplusfos-kaisersesch.de 

Foto: rsplusfos

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