Zeitgemäße Brautmode aus Kaisersesch

Fließende Stoffe, zarte Spitze: Michèle Willems präsentiert neue Kollektion

Kaisersesch/Namedy. Brautmodenläden mit zeitgemäßen Kollektionen und der dazu passenden Beratung sind eher selten. Und noch seltener vermutet man solche Läden, die auch prima nach Berlin-Kreuzberg passen würden, in einem Ort Mitten in der Eifel. Die Besitzerin des Ladens organisiert jetzt eine Benefizmodenschau.

Von unserer Reporterin Sarah Kern

Kaisersesch/Namedy. Unsere Mütter haben in den 70er-Jahren zu ihrer Hochzeit das getragen, was gesellschaftlich erwartet wurde. Heute ist Brautmode so individuell, wie es auch die Frauen und die dazu passenden Feiern sind. Das sagt Brautmodendesignerin Michèle Willems (geborene Weiten) aus Kaisersesch (Kreis Cochem-Zell).

Das Problem aber: Ein Hochzeitskleid, zart, vielleicht in einem gebrochenen Weiß, luftig und fließend, ein Kleid im Hippiestil, ein Outfit, das zu einer Hochzeit im Freien an weißen Tischen unter Bäumen passt, ist in vielen Brautmodeläden schwer zu finden. Anders ist das bei Michèle Willems. Ihre Entwürfe sind zeitgemäßer. Willems erklärt, dass sie ihre Kundinnen erst einmal fragt, wo die Hochzeit stattfinden soll, und dann arbeitet sie mit dem jeweiligen Frauentyp. Ihre aktuelle Hochzeitskleider-Kollektion präsentiert sie am 18. August auf der Burg Namedy ganz hipp mit Häppchen, die im Stehen serviert und gegessen werden, mit Musik ("Voice of Germany"-Gitarrist Nader Rahy ist dabei), Fotoaktionen mit Fotoautomaten und Überraschungstüten für die Gäste.

Das Interessante an Michèle Willems, abgesehen von der außergewöhnlicheren Art, wie sie immer wieder ihre Kollektionen präsentiert: Ihr Brautmodeladen im 3000-Einwohner-Eifelörtchen Kaisersesch würde locker auch nach Berlin-Kreuzberg passen: riesige Fenster, viel Weiß, Vintage-Mobiliar, in das sich Flohmarktbegeisterte sofort verlieben, und natürlich die zarten Kleider, die auf schmalen Kleiderstangen scheinbar schweben. Da passt dann auch die Art der aktuellen Präsentation der Kollektion auf Namedy dazu: "Zeitgemäß" nennt Willems sie.

Das Beste an den Hochzeitskleidern der Designerin, die in der Eifel verwurzelt ist: Die Entwürfe bieten genau das, was sich Bräute im Jahr 2015 von Brautmode wünschen: Individualität. Prinzessin sein, auf einem Schloss heiraten? Da hat Willems einen Traum in champagnerfarbener Spitze. Oder doch lieber die Hochzeit am Strand an der Südsee? Weich fließende Stoffe, wenig Glitzer empfiehlt Willems. "Der Wind am Meer soll sich im zarten Material verfangen, da darf der Stoff nicht zu üppig sein." Über ihre aktuelle Brautmodenkollektion, die am Dienstag, 18. August, auf Namedy präsentiert wird, möchte sie nichts verraten. Nur so viel: Alles Fließende, Leichte kommt. Kein Sahnebaiser. "Diese Kleider gehen gar nicht mehr."

Karten für die Benefizmodenschau, von zahlreichen Sponsoren aus der Region unterstützt, gibt es ab diesem Wochenende online auf der Seite eventbrite.com für 39 Euro. Einlass ist ab 18 Uhr, los geht es um 19 Uhr. Der Erlös fließt in die Stiftung der Rhein-Zeitung HELFT UNS LEBEN.


Bildinformation: Michèle Willems arbeitet an ihrer aktuellen Kollektion. Fotos: Sarah Kern 

 

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